Für die meisten Menschen ist Essen mehr als reine Nahrungsaufnahme und für viele ist der Umgang mit dem Thema alles andere als entspannt. Etwa jede sechste Frau und jeder siebte Mann zeigt einzelne Symptome eines gestörten Essverhaltens. Am häufigsten sind dabei stark gezügeltes Essen und Essanfälle. Die Anzahl derer, die sich in ihrem Körper unwohl fühlen, ist noch deutlich höher, und das ganz unabhängig vom Alter.
Bei etwa 5% der Frauen und 1% der Männer sind die Symptome so ausgeprägt, dass die diagnostischen Kriterien einer Essstörung erfüllt sind und eine Behandlung sinnvoll ist.
Magersucht (Anorexia nervosa) ist äußerlich die auffälligste Essstörung und auch die psychische Erkrankung mit der höchsten Sterberate. Gleichzeitig ist es die seltenste Essstörung. In den meisten Fällen sind Essstörungen nicht von außen sichtbar und betreffen Menschen mit einem normalen oder hohen Körpergewicht.
Innerhalb dieses Rahmens wird jede Therapie individuell an die Bedürfnisse der Patient:innen angepasst und ergänzt. Häufige weitere Themen sind Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen, die Auseinandersetzung mit persönlichen Zielen und Werten, Perfektionismus oder Konflikte in zwischenmenschlichen Beziehungen.